Hier ein kleiner Bericht über die Mitnahme von 2 Flüchtlingen nach GE

Am 23.09. um 13 Uhr machte ich mich mit  Ahmad-alsari Armanaz und  Abdul Basit  von Worms auf den Weg nach Gelsenkirchen. Ahmat (24 ) und Abdul (18) sind syrische Flüchtlinge , die in Worms untergebracht sind. Ahmat ist Student der Mathematik in Syrien gewesen. Abdul möchte gerne Automechaniker werden. Da er als Kurde in Syrien keinen Pass bekam durfte er deswegen auch nicht arbeiten. Er machte sich zu Fuß auf die Flucht. Ahmat kam mit Boot nach Italien. Die Eltern der beiden opferten viel um die Kinder in die Freiheit zu schicken. Da beide in keinem Land registriert wurden, machten sie sich auf den langen Weg mit viel Strapazen nach Deutschland. Ahmat ist seit 9 Monaten hier und spricht schon sehr gur deutsch. Abdul ist eifrig am deutsch lernen. Beide gehen in  Worms in die Schule um schnellstmöglich die deutsche Sprache zu beherrschen, denn sie wissen, ohne gute Deutschkenntnisse gibt es keine Arbeit / Studium.

Auf dem Weg nach GE erklärte ich ihnen immer wieder mal durch welche Landschaft wir fahren, das man in GE (Ruhrgebiet) den Gruß Glück auf hat, das dies von den Bergleuten her stammt. Das der Verein Schalke von Flüchtlingen bzw Bergleuten aus anderen Ländern gegründet wurde. Schalke sehr sozial eingestellt ist. 

1. Etappe war in GE die Glückaufkampfbahn. Hier erklärte ich, das Schalke in den 30er Jahren viele Meisterschaften gewann. Dies konnten die Jungs bei 2. Etappe in der SFCV Fankneipe dann anhand der Fotos sehen. Da trugen die Jungs schon die von mir gestifteten Trikots. Sie wurden in der Kneipe sehr freundlich aufgenommen.  3. Etappe war dann kurz Zeche Consol, damit sie mal einen Eindruck bekamen von was ich überhaupt erzähle. 4. Etappe ARENA. Die Augen der beiden wurden sehr groß, als sie das überdachte Stadion sahen. 5. Etappe Fanshop. Hier gab es kleine Einkäufe mit S04 Artikeln. Auf unseren Plätzen im Block 23 angekommen waren sie sowas von begeistert und ihre Handys ruhten nicht mehr , sie mussten sehr viel fotografieren. Die Fangesänge wurden aufgenommen. Sie erkundigten sich nach den Texten und versuchten mitzusingen. Bei jeder verpassten Chance kam von ihnen -  oh Pech - zu spät abgespielt - der Jubel bei beiden Toren war toll von beiden. Sie sprangen hoch klatschten die Sitznachbarn ab und man hatte den Eindruck - sie haben das Spiel mitgelebt. Um 2.30 Uhr waren wir wieder in Worms zurück, mit 2 glücklichen Jungs, die mal für 1 Tag , die Schrecken des Krieges und der Flucht vergessen konnten.

 Ulrike Stolz

Bilder...